Vielleicht kennst du Sie, Menschen die augenscheinlich nicht wirklich etwas auf dem Kerbholz haben, dennoch als kompetent eingeschätzt werden. Die sich einfach gut verkaufen können… 

Ich stell mir da die Frage: „wie machen die das?“

Oder kennst du das, dass in dir viel mehr steckt, als das was da draußen in der Welt ankommt? Und was hat das eigentlich jetzt mit Kaffee zu tun? Auf den ersten Blick NICHTS!

Doch stell dir mal folgendes Szenario vor… Es ist Morgen, du liegst noch im Bett… gerade hat dein Wecker geklingelt. Langsam erhebst du dich, streckst dich und dein erster Gang geht zur Kaffeemaschine… Gerade willst du dir einen Kaffee rauslassen, da stellst du fest – verdammt, keine sauberen Kaffeetassen mehr vorhanden. Angenommen, du hättest jetzt gar keine Tasse mehr zur Hand, du müsstest quasi deinen Kaffee aus der Untertasse trinken, wie angenehm schmackhaft und interessant wäre der Kaffee dann noch für dich? 

Stell dir einen lauen Sommerabend vor… Italien – du sitzt am Abend dar, schaust auf das Meer hinaus. Du lauschst dem Rauschen der Wellen und beobachtest, wie die Wellen sanft am Strand auslaufen. Die Sonne taucht alles um dich herum in ein warmes, goldenes Licht. Es riecht nach Sommer und du fühlst dich völlig entspannt. Der Rotwein im Glas in deiner Hand, scheint der Beste zu sein, den du jemals getrunken hast! Also, nimmst du dir eine Kiste von dem Wein mit nach Haus.  Und dann? Kennst du das, dass der Wein plötzlich gar nicht mehr so großartig schmeckt, wie damals in Italien?

Ist der Wein nun schlechter geworden auf der Heimreise?

Wahrscheinlich nicht, sondern die Bedingungen drum rum haben sich verändert. Das Ambiente, deine Stimmung. Und erinnere dich, dein Kaffee in der Untertasse, ist er schlechter als am Vortag? Wohl nicht, sondern die Art wie du ihn trinken wolltest.  

Was heißt das jetzt in Bezug auf unsere wahrgenommene Kompetenz? Der Rahmen, oder bildlich gesprochen – die Kaffeetasse, das Ambiente, das drum rum spielt eine sehr wichtige Rolle! 

Was ist denn nun der Rahmen in deinem Auftreten?

Ich möchte dir 3  Punkte dazu mitgeben!

Erstens. Du steckst den Rahmen bereits damit, nach welcher Kleidung du am Morgen greifst. Es scheint dir unwichtig, wenn du in deinem Homeoffice sitzt, was du trägst, oder wenn du eben heute keinen Kundenkontakt hast… Doch es gibt den wundervollen Spruch > „Dress for success!“ – Du möchtest in einer Zielgruppe landen, du möchtest vom oberen Management gesehen werden? Ja was trägt denn deine Zielgruppe, die Führungsriege? Wie möchtest du, dass andere dich wahrnehmen?

Der Zweite Punkt um deine wahrgenommene Kompetenz zu steigern ist deine Art zu sprechen. Wenn du z.B. einen Vortrag oder eine Präsentation hältst, wirkt es deutlich kompetenter, wenn du auf Füllwörter wie „äh, ähm, und…“ verzichtest. Gerade für Frauen ist es in solchen Situationen noch wichtig, Ihre Stimmlage zu kontrollieren. Eine hohe Stimmlage wird als weniger kompetent wahrgenommen…

Und Drittens, vergiss die Bescheidenheit! Ja, das ist mein Ernst. Es ist ein schmaler Grad zwischen Überheblichkeit und Selbstvertrauen, doch niemand möchte wissen, ob du hier und dort eine Schwäche hast! Die Menschen – und gerade von dir als Führungskraft – sehen sich nach Klarheit und Sicherheit. Bescheidenheit ist da völlig fehl am Platz! Es gibt dazu auch Studien, in denen klar beleget ist, wenn Menschen von vorneherein tiefgestapelt haben und schlecht performt haben, deutlich schlechter, in der wahrgenommenen Kompetenz eingestuft wurden, als diejenigen die schlecht performt haben und vorher hohe Erwartungen geschürt haben. 

  1. Dress for success!
  2. Achte auf deine Sprache!
  3. Vergiss Bescheidenheit!

Ja, Kaffee allein ist nicht alles – Wissen allein ist nicht alles! Vieles steht und fällt mit deiner eigenen Darstellung und dem Rahmen in dem du dich präsentierst!

begeisternde Grüße Nadine