Wo fängt denn eine Präsentation an und wo hört Sie auf? Was macht denn eine gute Präsentation überhaupt aus?

Heute möchte ich dir 4 Schritte aufzeigen, wie du bereits am Anfang einer Präsentation punkten kannst!

Fakt ist: „Du kannst nicht, nicht kommunizieren.“ Paul Watzlawick

Bezogen auf eine Präsentation heißt das, dass bereits ab der ersten Sekunde, in der du einen Raum betrittst deine Präsentation beginnt. Die Menschen sondieren dich, ordnen dich und dein Auftreten ein. Hier kannst du schon Punkten oder eben auch verlieren.

Ist dir das bewusst? Nimmst du deinen Raum vor einer Präsentation ein? Vielleicht fragst du dich, wie ich das meine?! Viele Menschen fühlen sich nicht wirklich wohl, wenn Sie vor anderen Menschen etwas präsentieren müssen. Sie fühlen sich unsicher oder zumindest nicht wirklich in der Komfortzone. Irgendwie klappt es zwar schon, doch ist präsentieren oftmals eine leidige Randerscheinung des Jobs.

Eine Reaktion ist dann oftmals, dass wir uns „klein“ machen, im Sinne von „in uns zusammensacken!“ Wir verlieren den Augenkontakt. Hier hilft es, sich dessen bewusst zu werden und aktiv eine gerade Körperhaltung einzunehmen und den Blickkontakt zu suchen. Stichwort Powerposing – darüber kannst du in meinem Podcast #2 Präsenz schlägt Wissen, mehr erfahren.

Schritt 1 scan den Raum

Baue Kontakt mit deinem Publikum auf! Du nimmst dir einen Moment Zeit bevor du loslegst, lässt deinen Blick einmal durch den Raum schweifen.

Bevor du jetzt dein erstes Wort sprichst – immerhin warten jetzt alle darauf, folgende Frage: „Was denkst du, was ist deinen Zuhörern am Wichtigsten?“ Wie du da vorne stehst? Wie du dich vorbereitet hast? Oder doch eher, was du zu sagen hast? Letzteres wäre natürlich wünschenswert, doch die Realität sieht oft anders aus.

Sorry, wenn ich dir jetzt die Illusion nehme. Deinen Zuhörern ist es mehr oder weniger völlig egal ob du da vorne stehst und was du zu erzählen hast. Deinen Zuhörer interessiert nur eins, WAS HAT ER DAVON?! Warum sollte er dir zuhören? Kannst du diesen Punkt nicht von Anfang an klären, wirst du es schwer haben, aufmerksame Zuhörer vor dir sitzen zu haben.

Wie stellst du das an?

Der Mensch das Gewohnheitstier! Oftmals ist es doch so, dass wenn wir das Wort Meeting, Präsentation oder Vortrag hören, wir einen gewissen Ablauf im Kopf haben. Wenn du an einem Meeting oder einer Präsentation teilnimmst, wie fangen diese zumeist an? Meistens wohl so…

Schönen guten Tag, mein Name ist… es freut mich, dass Sie heute so zahlreich erschienen sind. Im kleineren Rahmen, bei einem internen Meeting fangen Präsentation vielleicht eher so an… „Heute möchte ich euch die Umsatzplanung zeigen, oder vielleicht die Statistik…!“ Oder was auch immer. Sorry, damit reist du niemanden vom Hocker.

Wenn du in einer Präsentation sitzt und die startet so: „Was passiert da innerlich bei dir?“ Versetzt dich mal kurz in die Situation. Es würde mich nicht wundern, wenn bei dir die Klappen herunter gehen, du bist quasi „nur“ noch körperlich im Raum. Schwubs wirst du vom interessierten Zuhörer zum Platzhalter auf dem Stuhl. Anwesend abwesend. DA kommt das Handy gerade recht, vielleicht gibt es dringliche Emails, die du jetzt unbedingt beantworten musst.

Falls du schonmal eine Präsentation gehalten hast, kennst du vermutlich dieses Gefühl, wenn du in leere, gelangweilte Augen siehst. Nicht gerade begeisternd.

WIE KANNST DU DAS VERÄNDERN?

Dazu jetzt mehr!

Schritt 2 – hole deine Zuhörer ab!

Wie machst du das?

In dem du anders startest als 99% da draußen. Drehen wir den Spies mal um… „Wann bist du selbst bei der Sache? Wann hängst du förmlich an den Lippen eines Redners?“ Dann, wenn du das Gefühl hast, der Präsentator spricht mit dir. Dann wenn du dich mit dem Präsentanten verbunden fühlst und dann, wenn du den Eindruck hast, dass es wichtig sein könnte, diese Informationen zu bekommen.

Das erreichst du, indem du deine Präsentation mit Fragen startest!

Dazu ein Beispiel, wie ein Anfang aussehen könnte…

Wie viele von Ihnen saßen denn schon einmal in einem Meeting, wo Sie beinahe schon eingeschlafen wären? Und wie viele von Ihnen möchten, dass Ihnen das nie passiert?

Wie viele von Ihnen haben es schonmal erlebt, dass Menschen kompetenter wahrgenommen wurden, als sie es wirklich sind? Und wie viele von Ihnen würden gerne selbstsicherer auftreten?  

Wie viele von Ihnen hatten schon mal ein flaues Gefühl im Magen vor einer Präsentation? Und wie viele von Ihnen würden gerne entspannter vor einer Präsentation sein?

Diese Fragen lassen sich mit etwas Übung auf jede Branche umformulieren!

WICHTIG! Nach jeder Frage hältst du deinen Arm deutlich hoch und animierst dein Publikum das Gleiche zu tun! Warum? Weil du so deine Zuhörer „aktivierst“ und du dich noch besser mit Ihnen verbindest.

Bei Schritt 3 – Du bedankst dich bei deinen Zuhörern!

An dieser Stelle bedankst du dich, dass dein Publikum sich die Zeit genommen hat, dir zuzuhören! Dass es dich begeistert, heute hier sprechen zu dürfen. – völlig egal was eben noch vorgefallen war, du einen schlechten Tag hattest oder mit dem falschen Fuß aufgestanden bist. Jetzt bist du hier und diese Freude bringst du zum Ausdruck!

Schritt 4 – Warum sollte der Zuhörer dir zuhören?

Erinnere dich: „Für wen interessiert sich dein Zuhörer am meisten?“ Genau, Für sich selbst! Nachdem du Ihn durch deine Fragen mit ins Boot geholt hast, kommt jetzt der Zeitpunkt die Katze aus dem Sack zu lassen und Ihm zu sagen, was auf Ihn zu kommt: „In der nächsten Stunde, heute oder in den nächsten Tagen, ist es mein Ziel,  dass Sie zukünftig deutlich mehr Wirkung durch Ihr Auftreten erzielen und das auch wenn Ihr Morgen völlig in die Hose gegangen war, Sie Ihren Zug verpasst haben und zu allem Überfluss den Kaffee auf Ihr Hemd gekleckert haben. Dafür erarbeiten wir in den nächsten 3 Modulen 10 Punkte!

Jetzt hast du deine Teilnehmer vollends. Denn nun wollen Sie wissen, was sind das für 10 Punkte die da kommen werden? Es ist ein anderer Spannungsbogen, als wenn du nur gesagt hättest: „Ihr sehen Sie die 10 Punkte, die uns erwarten!“ und ab die PowerPoint!

Fällt dir auf, dass du bisher immer noch nicht deinen Namen genannt hast?

Wann du den nennst und wie es weiter geht mit deiner Einleitung… dazu mehr nächsten Montag, in Podcast #9 Bleib neugierig 😉

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