Gung ho! Grenzenloser Enthusiasmus TEIL 1

Die meisten Chefs, wünschen sich motivierte Mitarbeiter. Immerhin werden die ja auch bezahlt um Ihre Arbeit zu verrichten, oder? Doch nirgends steht geschrieben, mit welcher Begeisterung und mit welchem Elan das von statten gehen soll. Selbst hochmotivierte Mitarbeiter verfallen nach einer gewissen Zeit, Großteils in den „Dienst nach Vorschrift“ Modus.

Willkommen im Motivationskreislauf oder vielmehr der Motivationsachterbahn oder Motivationsabwärtsspirale? Wie kannst du das verhindern, bzw. wie kannst du dein Team wieder aus diesem Zustand herausholen?

Nun ja, dazu gibt es soooo unendlich viele Empfehlungen… z.B. dass die Art der Motivation, individuell auf die Persönlichkeit angepasst sein sollte. Motivation durch Prämien und Teambuilding und und und…

Das mag klappen, doch der gemeinsame Nenner, denn es zu finden gilt, liegt wo anders.

Es beginnt mit der Einstellung vom Chef, seinen Mitarbeitern gegenüber, seinem Team. Die Wenigsten möchte von Grund auf dem Unternehmen oder dem Team schaden. Der Mensch ist von Natur aus nicht faul, es gibt vielleicht zackigere oder schnellere, talentiertere oder gebildetere, doch wirklich nutzlos und faul ist der Mensch per se nicht! Schon mal überlegt, ob er dazu gemacht wird?

Ganz im Ernst, ist es dir selbst nicht auch schon so ergangen? Dass du motiviert eine Arbeitsstelle angetreten bist und dann irgendwann – meist nach einem halben Jahr – deine Motivationskurve rapide gefallen ist? Warum? Weil du faul geworden bist? Das hat andere Gründe! Oftmals hängt es daran, dass du Erfahrungen sammelst. Dir wird bewusst, dass dein Einsatz nicht auf fruchtbaren Boden fällt. Hindernisse, andere Vorstellungen, die geforderten Ziele gehen auseinander, um nur ein paar Punkte zu benennen.

Zurück, was kannst du für dein Team oder deine Angestellten tun? Wo soll die Motivation herkommen?

Gung ho! Das bedeutet grenzenloser Enthusiasmus, Energie und Hingabe

Dahinter verbergen sich begriffe wie Sinn, Werte, Selbstbestimmung und Anerkennung! Kurz – eine Gung ho Mentalität!

Das gleichnamige Buch von Ken Blanchard und Sheldon Bowles hat mich inspiriert, dass ich dir unbedingt davon berichten will!

Also los…

Es gibt unterschiedliche Arten von Motivation, die von außen (extrinsisch) und die von innen (intrinsisch). Welche Motivation ist wohl die nachhaltigere? Genau, die aus dir selbst herauskommt. Dann wenn wir etwas wollen, wenn wir erkennen warum wir etwas tun sollten.

Menschen sind motiviert, wenn sie etwas als sinnvoll und lohnenswert erachten. Du nickst jetzt vielleicht innerlich, doch wie sieht es in der Realität aus? Wie sehr fühlen sich Menschen mit Ihrer Arbeit verbunden oder derer sogar verpflichtet? Wie viele sehen darin einen Sinn?

Ehrlich, wenige. Die meisten kommen zu Ihrer Arbeit, weil Sie eben dafür Geld bekommen. Ganz im Ernst, wie befriedigend ist das für den Einzelnen tatsächlich? Wie erfüllend auf Dauer? Macht das zufrieden?

Okay, der Sinn muss her… doch wie? Wie schaffst du Sinn? Das geht dabei los, wie du mit deinen Teammitgliedern umgehst. Benutzt du den Begriff Team überhaupt? Seid Ihr eine „Einheit“?

Erstes Gung ho! Prinzip…

Machs wie die Eichhörnchen…

Schonmal Eichhörnchen beobachtet, wenn sie im Frühjahr und Sommer Ihre Vorräte auffüllen? Umtriebig rennen sie umher, stopfen sich die Backen voll und los. Sie haben in Ihrer Arbeit einen Sinn und nicht nur das, alle verfolgen den gleichen, nämlich Futter sammeln für die kalte Jahreszeit. Eine SINNVOLLE ARBEIT! Und keiner steht daneben und ermahnt die Eichhörnchen zur Arbeit.

Zugegeben, es ist nicht immer einfach, den Sinn in der Arbeit zu erkennen. Warum man das tut was man tut. Doch warum ist das wichtig? Dazu ein banales Beispiel… Es macht einen Unterschied, ob du denkst, dass du eben Teller wäschst, oder ob du denkst, dass du durch das Teller waschen dafür sorgst, dass ausreichende Hygiene herrscht und weniger Menschen krank werden durch mögliche Verunreinigungen.

Sinn schafft daneben auch Selbstwert. Jeder möchte von Natur aus etwas wichtiges beitragen. So ticken wir Menschen. Wohlbemerkt eben nur, wenn wir darin einen Sinn sehen. Wenn ich den Sinn in meiner Arbeit sehe, damit ich Geld verdiene, dann werde ich eben so viel Arbeiten, dass es ausreicht um nicht gekündigt zu werden, oder?

Neben dem Sinn, werden Ziele gesteckt, die es zu erreichen gilt. Wie soll denn ein Ziel motivieren? Zunächst vielleicht schon, doch sind das mehr auferlegt Vorgaben. Wenn du dir privat ein Ziel setzt, sei es im Sport, bei der Ernährung oder sonst wo, dann geh mal in dich… geht es um das Ziel selbst, oder um das was dahinter steckt? Das Gefühl etwas für sich getan zu haben, Anerkennung von Außen, ein gutes Gefühl, wenn du in den Spiegel schaust… und und und.

Wie viel Commitment findet bei geäußerten Zielen des Managements wirklich statt? Wie oft hast du es selbst schon versucht oder erlebt, dass Ziele gesteckt wurden? Jeder wusste davon, doch das hieß noch lange nicht, dass jeder gleichermaßen an einem Strang gezogen hat, oder?

Motivation kommt also wo anders her… Ziele sind verhandelbar und manchmal werden Kompromisse geschlossen, doch was absolut nicht verhandelbar ist, sind Werte!

Wertvorstellungen geben eine Art Rahmen und sind die Spielregeln. Diese Werte gilt es einzuhalten und an diese wird sich auch gehalten! Und wer gibt diese nun vor? Das Management und das Team, denn hier gestaltet sich das Fundament. Wie wir denken und handeln hängt stark mit unseren Wertvorstellungen zusammen.

Werte sind große Treiber in uns. Darüber denken nur leider die wenigsten Unternehmen nach. Es geht also gar nicht so sehr darum, welche Qualifikation hat ein Mitarbeiter, sondern welche Wertvorstellungen der Mensch hat und ob diese zum Unternehmen passen und andersrum? Wobei ich nochmal erwähnen will, dass ich von gelebten Werten spreche und nicht vom eingestaubten Leitbild an der Wand!

Werte klar zu definieren und zu leben! Sind wichtiger als 10 Ziele auszusprechen. Denn Werte bilden die Basis, wie die Ziele erreicht werden sollen.

Gung Ho! Prinzip 1

Der Geist des Eichhörnchens

SINNVOLLE ARBEIT – setzt sich aus 3 Dingen zusammen

  1. Bewusstsein schaffen, über den Sinn der eigenen Arbeit
  2. Klare, gemeinsame und transparente Ziele
  3. Klare Wertvorstellungen für Pläne, Handlungen und Entscheidungen

Zu Prinzip 2 – dem Geist des Bibers, nächste Woche mehr…

Habt eine fantastische Zeit bis dahin!

Rock your day!

Nadine