Mitarbeitermotivation, Motivation im Allgemeinen, was
motiviert uns und wie funktioniert sie? Das ist Thema der 3teiligen Serie Gung
ho! Grenzenloser Enthusiasmus, heute mit Teil 2

Kurzer Reminder…

Gung Ho! Prinzip 1

Der Geist des Eichhörnchens, dahinter verbirgt sich, die

SINNVOLLE ARBEIT – diese setzt sich aus 3 Dingen zusammen

  1. Bewusstsein schaffen, über den Sinn der eigenen Arbeit
  2. Klare, gemeinsame und transparente Ziele
  3. Klare Wertvorstellungen für Pläne, Handlungen
    und Entscheidungen

Zu Prinzip 2

vermeintliche Teams…

Unter Teamwork wird bei uns oft verstanden – TOLL EIN
ANDERER MACHTS!

Vielleicht hattest du auch schon einmal das Gefühl, dass
andere im Team weniger geleistet haben als du. Was für eine Ungerechtigkeit –
oder, dir als Vorgesetzter wurde vorgeworfen, diese Entscheidung war ungerecht!
So entsteht schnell eine miese Stimmung und die Motivation geht Richtung null…

Angenommen es ist so. Menschen fühlen sich ungerecht
behandelt, vergleichen sich und stellen für sich fest, der andere macht
weniger, wird bevorzugt oder sonst etwas. Derjenige wird über kurz oder lang in
den Modus „Dienst-nach-Vorschrift“ verfallen. Ein Teufelskreislauf beginnt.

Das schlimme ist, vielleicht ist es tatsächlich so! Und hey,
das ist menschlich und ehrlich gesagt auch gang und gebe. Stellt sich immer nur
die Frage, inwiefern sich das im Team auswirkt. Womöglich wird es auch nie das
Perfekte Team geben, in dem alle gleich motiviert sind. Doch vielleicht geht
Teamwork ein bisschen besser.

Im Wort Motivation, verbirgt sich das Wort MOTIV, also das
was einen in Bewegung setzt. Ja, was motiviert uns denn? Fakt ist und das ist
die Krux zugleich, dass jeder durch andere Dinge in Gang kommt. Das heißt also
auch im Umkehrschluss, dass jeder die Dinge anders – nämlich auf seine Art und
Weise anpackt. Vielleicht ist es tatsächlich so, dass es Menschen gibt, die
Dinge wie Roboter abspulen können und das eben tun, was man – in dem Fall der
Vorgesetzte – ihnen sagt.

Was macht das mit Menschen? Was macht es mit Menschen, wenn
sie keine Freiheit haben, selbst zu entscheiden wie sie zum Ergebnis kommen?
Wie geht es dir, wenn du selbst etwas vorgegeben bekommst, wo es kein Links
oder Rechts gibt für eigene Entscheidungen?

Es drosselt deinen eigenen Antrieb enorm.

Doch genau das passiert vielfach! Menschen, du und ich, wir
werden kontrolliert. Es gibt immer mehr Messinstrumente die tracken wo wir
sind, was wir machen, wie produktiv wir sind und und und. Wirklich förderlich
für die Selbstbestimmung ist das nicht! Und Selbstbestimmung ist mit einer der
größten Motivatoren.

Lass uns einen Blick auf die Biber werfen…

Wenn du eine Biberfamilie beobachtest, dann scheint alles
sehr geordnet abzulaufen. Jeder ist emsig bei der Arbeit. Echtes Teamwork. Auf
den zweiten Blick sieht das anders aus! Teamwork ja, denn Biber verfolgen einen
gemeinsamen Plan. Die ganze Familie hat quasi von Natur aus, ein Zielbild im
Kopf – die Biberburg. Wie Bauplan umgesetzt wird, ist jedoch jedem Einzelnen
selbst überlassen. Was heißt das? Jeder Biber hat seine eigene Arbeitsweise. Es
gibt keinen Chef der sagt wie was gemacht wird. Es gibt nur den Plan, dass die
Biberburg so und so aussieht. Wie jeder seinen Beitrag dazu leistet ist absolut
ihm selbst überlassen. Die Biber handeln „Selbstbestimmt“! Jeder Biber arbeitet
am Projekt Biberburg mit und zwar nach seinem Können. Jetzt magst du vielleicht
denken, dass das vielleicht bei Bibern funktioniert, doch nicht bei Menschen.
Wenn du davon ausgehst – und das entspricht ebenfalls meiner persönlichen
Annahme – dann sind Menschen bestrebt, dem „großen Plan“ zu folgen.
Voraussetzung dafür, es muss auch einen geben! Gibt es den, dann kommt das Bestreben
aus der jeweiligen Position des Einzelnen, aus seinem Können heraus, egal wie
das aussehen mag. Wohlbemerkt, wenn sie gelassen werden, wenn Menschen Raum
haben sich zu entfalten – auf ihre Weise.

Auf die eigene Weise, das heißt auch, Menschen wollen
gefordert werden. Als Führungskraft ist es die Aufgabe, zu erkennen in welchem
Maß jeder Einzelne belastbar ist. Unterforderung oder die falsche Aufgabe,
führt ebenso zu Demotivation wie Überforderung. Dazu müssen sich Teammitglieder
begreifen, erkennen und verstehen, dass nicht jeder, gestellte Aufgaben
gleichermaßen erledigen kann und wird. Wir haben alle unsere Stärken und
Schwächen.

Wenn in Unternehmen keine Werte gelebt werden, wenn die
Menschen sich diesen nicht verpflichten, weil Leitbilder eben mehr Zierde als
Führungskultur darstellen, dann entsteht noch ein Killer…

NEID und UNZUFRIEDENHEIT

Nochmal zurück zu den Bibern. Unter den Bibern gibt es
keinen Neid. Wenn einer einen Baumstamm findet, dann kommt da kein anderer
daher und macht dem Finder diesen Stamm streitig. Warum auch, das gemeinsame
Ziel ist ja das gleiche. Und das heißt „Biberburg“ und nicht, wie kann ich mich
am Besten um die Arbeit herummogeln oder das Beste für mich rausholen.

Du siehst schon, der Gedanke, Menschen selbst für ihr
Handeln die Verantwortung zu geben, Teams selbst für die Zielerreichung agieren
zu lassen, fühlt sich irgendwie nach „außer Kontrolle“ an… und irgendwie mag
das vielleicht auch so sein. Doch wie viel Kontrolle braucht es denn
tatsächlich?

Vielleicht sollten wir uns darauf besinnen, dass wir etwas
in uns tragen, was wir vergessen haben. Nämlich den Wunsch auf unsere Meinung,
unsere Freiheit. Es ist bequem sich zurückzulehnen und andere vorzuschicken,
sich hinter anderen zu verstecken. Und die Führung heutzutage bedient diese Art
der Bequemlichkeit weitestgehend.

Es wäre jetzt natürlich fatal, von heute auf morgen die
Führungskultur zu verändern. DAS BRAUCHT ZEIT! Und zwar viel Zeit, um nicht zu
sagen Jahre. Denn dazu gehört auch das passende Umfeld und die Erfahrung hat
uns gelehrt, Menschen zu kontrollieren. Doch was bleibt dann am Ende. Menschen
die funktionieren und wehe nicht! Also ist die Frage ist eine Veränderung
hinsichtlich Motivation und Ergebnisse lohnenswert? Eindeutig JA!

Mir ist bewusst, Veränderungen und besonders in der
Führungskultur bedeuten ein Risiko. Gut möglich, dass zunächst etwas
schiefläuft, dass Mitarbeiter womöglich gehen – vielleicht dann auch besser
so?! Dass sie Unverständnis zeigen oder ähnliches. Langfristig betrachtet ist
eine solche Führungskultur dennoch genau das was ein dynamische und
erfolgreiche und sich selbsttragende Führung ausmacht.

„Es ist Wahnsinn immer das gleiche zu tun und andere
Ergebnisse zu erwarten!“ Albert Einstein

Die zwei bisherigen Prinzipien…

Prinzip 1 – Sinnhafte Arbeit, mit gelebten Wertvorstellungen
und Transparenz, kombiniert mit Prinzip 2 der Weg des Bibers – SELBST
BESTIMMEN, WIE DAS ZIEL ZU ERREICHEN IST

Dazu zählt…

  1. Klar abgegrenzter Aufgabenbereich
  2. Gedanken, Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche
    werden angehört, respektiert und berücksichtigt.
  3. Den Anforderungen gewachsen, aber dennoch
    gefordert sein.

, ist auf Dauer eine Führungskultur, die förderlich ist für
jeden Einzelnen und nicht zu Letzt sich positiv auf die Unternehmenserfolge auswirken
wird.

Jetzt fehlt noch Prinzip 3 – Der Geist der Gans, dazu
nächste Woche mehr…

Habt eine fantastische Zeit bis dahin!

Rock your day!

Nadine